Förderübersichten altern schnell. Programme bleiben in Suchmaschinen sichtbar, obwohl die Einreichfrist vorbei ist. Für Unternehmen ist deshalb die erste Information nicht der Förderbetrag, sondern der Status am konkreten Tag.
AI-Ökosysteme 2026
Die FFG fördert kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Hybrid AI und Green AI. Das verfügbare Budget beträgt 8,4 Millionen Euro; pro Projekt sind bis zu eine Million Euro vorgesehen. Die Einreichfrist endet am 6. Oktober 2026 um 12 Uhr. Erforderlich ist ein Konsortium. Reine Einführung oder Anpassung bestehender Werkzeuge erfüllt den geforderten Forschungsanspruch nicht.
Skills Schecks 2026
Unternehmen können externe Weiterbildung zu digitaler oder nachhaltiger Transformation fördern lassen. Der Zuschuss beträgt höchstens 5.000 Euro je Mitarbeiterin oder Mitarbeiter und maximal 50 Prozent der förderfähigen externen Kosten. Die Ausschreibung läuft längstens bis 15. Dezember 2026 um 12 Uhr und kann bei ausgeschöpften Mitteln früher schließen.
Basisprogramme und Innovationsscheck
Technologieoffene FFG-Basisprogramme können auch KI-Projekte aufnehmen, wenn ein nachvollziehbares Entwicklungsrisiko vorliegt. Der Innovationsscheck mit Selbstbehalt unterstützt KMU bei Projekten mit Forschungseinrichtungen mit bis zu 10.000 Euro beziehungsweise bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten.
Was nicht als offen dargestellt werden darf
Bekannte aws-Programme aus früheren Perioden erscheinen weiterhin in Präsentationen und Suchtreffern. AI Wissen und verwandte Programme dürfen ohne neue Ausschreibung nicht als aktuell verfügbar bezeichnet werden. Der aws KI-Marktplatz ist ein Anbieter- und Netzwerkverzeichnis, kein Fördertopf.
Vor jedem Antrag stehen drei Fragen: Passt das Projektziel zur Ausschreibung? Sind Eigenmittel und Personal vorhanden? Würde das Unternehmen das Projekt auch ohne Förderung in sinnvoller Form durchführen? Fördergeld kann Risiko teilen. Es ersetzt kein klares Problem und keinen tragfähigen Betrieb nach Projektende.


