Unternehmen entdecken beim Aufbau interner KI-Assistenten ein altes Problem neu: Wissen liegt in Dokumenten, Köpfen und Systemen, aber selten in einer Form, die aktuell, zitierbar und eindeutig verantwortet ist. Das Wiener Drupal-Unternehmen Drunomics entwickelt mit OpenKnowledgebase eine offene Wissensplattform, die genau an dieser Stelle ansetzt.

Die im September veröffentlichte Beta verbindet klassische redaktionelle Pflege mit KI-Unterstützung. Inhalte sollen blockweise bearbeitet, mit Quellen versehen und in ihrer Entstehung nachvollzogen werden können. Das ist ein anderer Ansatz als ein Chatbot, der Antworten aus einer schwer sichtbaren Mischung von Dokumenten erzeugt.

Für Unternehmen ist nicht entscheidend, wie schnell ein System Text generiert. Entscheidend ist, ob eine Fachperson erkennen kann, welche Aussage aus welcher Quelle stammt, wann sie geprüft wurde und wer Änderungen freigegeben hat. Open Source kann zudem den Anbieterwechsel erleichtern, garantiert ihn aber nicht. Betrieb, Module, Integrationen und internes Know-how können neue Bindungen erzeugen.

Die Redaktion bewertet die Beta deshalb nicht anhand der Funktionsliste. Ein späterer Test muss fünf Aufgaben prüfen: Import vorhandener Inhalte, Rechteverwaltung, Quellenprovenienz, Export und Qualität einer KI-gestützten Aktualisierung. Erst dann lässt sich sagen, ob aus dem plausiblen Konzept ein belastbares Werkzeug wird.

Drunomics war mit einem Volkswagen-InfoPortal bei den International Splash Awards 2026 nominiert. Ein aktueller Gewinn ist öffentlich nicht belegt und wird daher nicht behauptet.

Quellen und Arbeitsstand