Viele KI-Projekte beginnen mit der Modellwahl und entdecken ihr eigentliches Problem erst später. Dokumente widersprechen einander, Stammdaten sind unvollständig, Zugriffsrechte fehlen und niemand weiß, welche Version verbindlich ist. Ein leistungsfähiges Modell macht diese Unordnung nicht kleiner. Es kann sie nur überzeugender formulieren.

Vertrauenswürdige Unternehmensdaten brauchen fünf Eigenschaften: eine verantwortliche Stelle, bekannte Herkunft, nachvollziehbare Änderungen, geklärte Nutzungsrechte und eine definierte Aktualität. „Sauber“ bedeutet dabei nicht fehlerfrei. Es bedeutet, dass Qualität messbar ist und Fehler bearbeitet werden können.

Für österreichische Unternehmen kommt eine Souveränitätsfrage hinzu. Können Daten und Metadaten exportiert werden? Bleiben Protokolle erhalten, wenn der Anbieter wechselt? Ist erkennbar, welche Daten für Modellverbesserung genutzt werden? Wer diese Fragen erst beim Vertragsende stellt, besitzt seine Informationen möglicherweise nur theoretisch.

Kathrin Plankensteiner von der FH Vorarlberg ist eine mögliche Fachstimme für die Vertiefung. Der im ursprünglichen Recherchehinweis verwendete Vorname „Katharina“ war falsch. Eine aktuelle öffentliche Aussage von ihr mit der zugeschriebenen Formulierung über sichere und saubere Daten wurde nicht gefunden. Der Artikel verwendet daher kein erfundenes Zitat und kein Personenprofil ohne Interview.

Quellen und Arbeitsstand